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"Alley Cat" - Das erste erotische Magazin für Frauen

Ein Erotik-Magazin für die Frau? Das klingt ungewohnt, aber "Alley Cat" macht den mutigen Anfang. Die Zeitschriftenregale sind voll von erotischen Magazinen, die den Mann auf unverbesserlich billige Weise anprechen, ein Gegenstück für die Frau bedient da natürlich schon andere Maßstäbe. "Alley Cat" bedeutet im Deutschen nicht nur streunende Katze, sondern auch Bordsteinschwalbe. Das Magazin ist aber keinewegs nur für billige Frauen gedacht, viel mehr soll die Lust der Frau im Zentrum einer Zeitschrift stehen.

Die Modejournalistin Ina Küper hatte noch während ihres Studiums an der Düsseldorfer Akademie Mode & Design die Idee, eine Erotik-Heft für Frauen zu konzipieren. Plötzlich war das Thema ihrer Abschlussarbeit geboren und darüberhinaus auch noch ein Einfall, für das, was nach dem Studium kommen könnte. Die 24-Jährige spannte ihre Kommilitoninnen Marlene Burba und Jana Vetter ein, die Zeitschrift "Alley Cat" stand in den Startlöchern. Im Mai erschien die erste Ausgabe im Hochglanzformat. Um frei in redaktionellen Entscheidungen zu sein, zieht Ina Küper das Geschäft ohne einen großen Verlag auf, "Es soll mir einfach keiner reinreden", sagt sie dazu. Die 2500 verkauften Exemplare der ersten Ausgabe beweisen das Potential der Nische, für 4,50 Euro bekommt man derzeit die zweite Ausgabe im gut geführten Zeitschriftenhandel.

Auf nackte Männerkörper haben die Redakteurinnen bei der Cover-Gestaltung von "Alley Cat" bisher bewußt verzichtet, "damit sich keine Käuferin schämen muss, mit "Alley Cat" unterm Arm zur Kasse zu gehen." Bei dem Heft handelt es sich ja auch nicht um Pornographie, eher sollen die Themen Lifestye und Sex auf entspannte Weise verbunden werden. Ein wenig expliziter als die normale Riege der Frauenzeitschriften wird es also schon. Stellungen, Sex-Toys, Gleitcremes und Orgasmusprobleme haben die bisherigen Themen ausgemacht, die Optik bleibt dabei ästhetisch und zurückhaltend, viel nackte Haut gab es nicht zu sehen. Es ist aber nicht so, dass Ina Küper ihren Leserinnen keine nackten Männer zeigen will, stattdessen gäbe es "kaum Nacktfotos von Männern, geschweige denn ästhetische. Das ist eigentlich unglaublich."

Also ist eine der künftigen Missionen schon mal eine selbst produzierte Fotostrecke mit nackten Kerlen. Neben dem aktuellen Report zu Penis-Größen und erotischen Kurzgeschichten ist aber auch noch viel Platz für Neues, Ina Küper ist sich jedenfalls sicher: "Das Prinzip: nackte Körper + anrüchige Texte = glückliche Leser funktioniert bei Frauen nicht." Die kommende Ausgabe erscheint zu Weihnachten und wird sich unter anderem um Frauen-Fantasien, Pornos und Burlesque drehen. Vielleicht wird sich die ein oder andere Frau das erotische Magazin "Alley Cat" ja unter den Weihnachtsbaum legen lassen.

Quelle: Brigitte.de, Bild.de
Bild: Alley Cat

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