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Seit 1960 ist die Antibabypille das sicherste Verhütungsmittel

Seit 1960 ist die Antibabypille -kurz Pille- offiziell zugelassen. Unter dem Namen Enovid wurde sie zuerst in den USA vertrieben, seit 1961 auch von der deutschen Firma Schering unter der Bezeichnung Anovlar.

Sie wurde im Laufe der vielen Jahre mehrfach in der Rezeptur verbessert und dadurch wurden die Nebenwirkungen minimiert.

Als Verhütungsmittel bis heute nicht unumstritten

Als die Pille erstmals auf den Markt kam, wurde ihr Gebrauch heiß diskutiert. Viele konnten diese Art Verhütung nicht mit ihren Moralvorstellungen unter einen Hut bringen. Die römisch-katholische Kirche ist bis heute ein strikter Gegner.

Dagegen wurde die Antibabypille in der DDR seit 1965 kostenlos verteilt. Hier in Deutschland wurde sie zuerst nur verheirateten Frauen verschrieben.

Dennoch setzte sich die Pille als eines der sichersten Verhütungsmittel durch und verhindert seither unerwünschte Schwangerschaften und sicher auch zahlreiche Abtreibungen.

Bestandteil der Pille ist das künstliche Östrogen Ethinylestradiol, kombiniert mit Gestagenen. Man schluckt 21 Tage je eine Pille mit diesen Wirkstoffen und dann 7 Tage keine oder eine wirkstofffreie Pille. Danach erfolgt eine Abbruchblutung, die schwächer ist als die Menstruation.

Die Pille kostet zwischen 5 € und 17 € pro Monat, je nach Präparat. Die Kassen bezahlen den gesetzlich versicherten Frauen diese bis zum 20. Lebensjahr.

Früher enthielt die Pille eine höhere Dosis an Hormonen und verursachte daher stärkere Nebenwirkungen. Auch heute führt die Einnahme bei einigen Frauen zu Übelkeit, Erbrechen und Migräne. Auch eine Gewichtszunahme oder die Absenkung der Libido wird von einigen Frauen berichtet. In seltenen Fällen kommt es zu Bluthochdruck oder zu Thrombosen. Frauen die rauchen, sollten sich mit ihrem Arzt besprechen, ob eine andere Verhütungsmethode zu empfehlen wäre.

Was kann die Wirksamkeit vermindern ?

Wer unter einer Magen-Darm-Grippe leidet, sollte sich in diesem Zyklus nicht auf die Pille alleine verlassen. Auch die Einnahme von Antibiotika bei einer Grippe oder einem sonstigen Infekt können zur Unwirksamkeit der Antibabypille führen.

Johanniskrauttabletten und auch Antiepileptika verhindern einen sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft, so dass man sich um andere Verhütungsmittel kümmern muss.

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