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Bravo: Ärger wegen Schwulentest

Die Jugendzeitschrift Bravo spezialisiert sich seit vielen Jahren darauf, Jugendlichen bei ihren sexuellen Problemen zu helfen. Doch jetzt muss sie einige Kritik einstecken. Ein Schwulentest, der auf der Internetseite veröffentlich wurde, ist der Grund dafür.

Kaum war der Test online, entbrannte ein Shitstorm auf der Facebook-Seite der Zeitschrift. "Klischeebeladen" und "schäbig" sei dieser Frageboben, wurde dort geschrieben. Ein User fragte: "In welchem Dorf lebt ihr denn?" Ein anderer attestierte der Zeitschrift, "den Tiefpunkt noch etwas weiter herunter zu setzen".

Um herauszufinden, ob ein Junge homosexuell sei, wurden in dem Test Fragen gestellt, wie "Hast du Angst vor Spinnen?" oder "Welche Fragen haben die Klamotten in deinem Schrank?" Je nachdem, wie die Antworten ausfallen, gibt die Bravo dann bei der Auswertung einen Hinweis darauf, ob man schwul sein könnte.

Was viele jedoch nicht gesehen haben, ist ein Text, der nur derjenige lesen kann, der den Test vollständig absolviert. Es sei egal, welche Farben die Klamotten haben oder ob man Angst vor Spinnen habe, das sei kein Hinweis darauf, ob jemand schwul sei. Die Antworten hätten keinen Einfluss darauf. Die Bravo sagt, dass sie diesen Test nur gemacht habe, um Vorurteile zu brandmarken. Der Lesben- und Schwulenverband LSVD hat aber die Befürchtung, dass dadurch nur Klischees befeuert werden. Bravo nahm den Schwulentest deswegen inzwischen wieder von ihrer Website.

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