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Das Luxus-Geschäft mit den Sexspielzeugen

In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Sexspielzeug und Erotikzubehör stetig gestiegen. Der Markt boomt, das Angebot wächst und die Menschen leben ihre Sexualität deutlich offener aus als früher. Inzwischen werden Frauen immer interessanter als Zielgruppe für Sex -Toys und alles, was dazu gehört. Die moderne Frau fordert schließlich einiges im Bett und scheut auch nicht danach zu fragen. Eine neue Generation von Erotikläden versucht diesen Umstand für sich auszunutzen.

Sexspielzeuge und Luxus sollen sich nicht länger ausschließen. Es hat auch eher etwas von einer noblen Boutique, wenn man in London den Laden Coco de Mer betritt. Hier gibt es feine Lingerie aber auch edle Spielzeuge für die sexuellen Bedürfnisse der Frau. Ein weißer Keramik-Dildo als "Nachbildung eines Modells aus viktorianischer Zeit" z.B. ist meilenweit entfernt von der Schmuddeloptik des Sex-Shops um die Ecke. Verkäuferin Sarah Louise Bennett weiß "Der Vintage-Look ist bei Sex-Toys derzeit gefragt. Außerdem müssen sie von hoher Qualität und aus hochwertigen Materialien sein – auch wenn sie natürlich vorrangig Spaß bringen sollen."

Der erste Coco de Mer Laden wurde 2001 von Sam Roddick eröffnet, der Tochter von Anita Roddick, die das Bodyshop-Imperium aufbaute. Coco de Mer ist mitten im Londoner Einkaufsviertel Covent Garden platziert und zeigt sich mindestens ebenso glamourös wie die anderen Läden in der Gegend: Barocke Möbel, seidene Tapeten, kunstvoll und insgesamt einfach mit einem hochwertigen Interiour. Der Unterschied besteht eben darin, dass hier Luxus auf Erotik trifft und man nicht bloß Schmuck oder Kleider kaufen kann.

Der Erfolg vom Vertrieb der Sexspielzeuge in nobler Umgebung kam allzu bald, sogar in Los Angeles gibt es inzwischen eine Filiale von Coco de Mer. Louise Bennett: "Heute trauen sich fast mehr Frauen in einen Erotikshop als Männer." Weiterhin sagt sie, dass Frauen eben nicht nur teure Schuhe mögen, sondern auch gerne im Bereich von Dildos und Vibratoren zum edlen Stück greifen. Das Angebot ist dafür überwältigend: Viele Sexspielzeuge sind aus Edelstahl, bei Designern wie Betony Vernon und Julian Snelling kommen Materialien wie Silber und Kristalle zum Einsatz. Die Britin Shiri Zinn verkauft ihre handgemachten Dildos für bis zu 800 Dollar das Stück, sogar Kate Moss soll so einen besitzen. Dass die Lederpeitschen oder Handschellen mit kleinen Edelsteinen besetzt sind, gilt längst nicht mehr als extravagant heute.

So zieht ein Trend um die Welt und auch in der deutschen Unternehmeszene zeigen sich einige Freunde der Luxus-Sexspielzeuge. In Lüneburg gibt es z.B. den Laden "Anne Lyn´s Sinnlichkeiten" und in Osnabrück den "La Coquette". Die Sexspielzeuge der Bremer Firma "Fun Factory" haben es sogar in den internationalen Vertrieb geschafft und werden nun in Paris, London und New York verkauft. Wer sich für Sexspielzeuge interessiert und auf Luxus steht, der hat also auch in Deutschland genügend Anhaltspunkte, um sich schlau zu machen.

Quelle: Welt Online
Bild: Coco-de-mer.com

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