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Kommunen in NRW planen Einführung einer Sexsteuer

Dass die Kommunen und Städte in Deutschland chronisch klamm und unterfinanziert sind, ist ja nicht gerade ein großes Geheimnis – nun aber könnten zumindest in Nordrhein-Westfalen die Einführung einer sog. Sexsteuer Schule machen. Laut eines Berichtes der WAZ planen neben Köln nun auch Oberhausen, Dorsten, Gladbeck und Sprockhövel eine solche Steuer.

Betroffen davon wären dann zukünftig sowohl Prostituierte als auch Besitzer von Bordellen und Striclubs. Die Stadt Köln hatte bereits im Jahr 2004 eine Sexsteuer eingeführt und nach eigenen Angaben damit jährliche Einnahmen von über 800.000 Euro generiert. Dies lockt wohl nun auch Kommunen im Rest von NRW.

Weiter berichtet die WAZ, dass auch Essen, Duisburg und Dortmund bereits erste Planspiele diesbezüglich auf den Weg gebracht haben. Um die Steuer aber einführen zu können, bedarf es der Zustimmung des NRW-Innenministeriums – derzeit schaut aber alles danach aus, als würde Minister Ingo Wolf von der FDP Grünes Licht geben.

Jedoch sehen nicht alle Politiker seiner Partei den Fall so klar – FDP-Fraktionschef Gerhard Papke zeigte sich skeptisch: 'Das ist kein Weg zur Sanierung der kommunalen Finanzen. Ich habe meine Zweifel, ob eine Kommune sich einen Gefallen tut, mit einem solchen Thema bundesweit in Verbindung gebracht zu werden.' Warten wir also mal ab, ob es in NRW zur Einführung einer Sexsteuer kommt.

Bild: Flickr Andrea Guerra und Alejandro Forero Cuervo

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