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Neuer Trend: Pornos für Frauen

Frauen und Pornos? Das passt ja nur teilweise zusammen. Meistens handelt es sich ja eher um billig produzierte Schundfilmchen. Da ragen die Geschlechtsteile in voller Größe und aus allen Winkeln gefilmt ins Bild und Frauen erscheinen als unterwürfige Nymphomaninnen. Das Interesse an Pornos ist aber schon da bei den Frauen, nur eben solche Massenware scheint nichts für sie zu sein. Das neue und immer erfolgreicher werdende Genre heißt Heartcore statt Hardcore.

Das bedeutet in erster Linie mehr Erotik und Leidenschaft statt Porno. Sandra Maravolo, Geschäftführerin des Fachvertriebs Inside Her in Frankfurt sagt: "Für Frauen ist wichtiger, dass die Begierde authentisch wirkt und nicht wie für Kamera und Zuschauer inszeniert." Und genauso so sollen die Heartcore-Filme wirken, Frauen haben nämlich schon sexuelle Fantasien und sie sind die am stärksten wachsende Bezugsgruppe in der Erotikbranche. Aktuelle Statistiken belegen, dass Frauen heute viel mehr zu ihrer Sexualität stehen als früher und diese auch ausleben wollen.

Es darf aber eben nicht so billig sein, wie es die meisten Pornos sind. Minutenlange Detailaufnahmen von rammelnden Körperteilen sind wenig reizvoll für die Frauen. Was allerdings oft fälschlicherweise angenommen wird, ist, dass Frauen die Unterwerfung ihres Geschlechts in den Filmen abstoßend finden. Nach ihren sexuellen Fantasien gefragt gaben bei einer Befragung der Kulturwissenschaftlerin Dr. Corinna Rückert schließlich 81 Prozent Kontrollverlust an, 66 Prozent sprachen sogar von freiwilliger Unterwerfung.

Es gibt also Gemeinsamkeiten wie Unterschiede zwischen Hardcore und Heartcore. Frauen sehen sich auch gerne schöne Körper an. So z.B. den der Darstellerin Annina Ucatis. Die ehemalige BWL-Studentin wagte den Sprung ins Heartcore-Porno- Becken und dreht als festangestellte Darstellerin für Blue Movie nicht mehr als vier Filme pro Jahr. "Ich fand die Vorstellung, mich vor der Kamera zu produzieren, schon immer sehr erregend", sagt die 29-Jährige.

Angefangen hat das alles mit der Produktionsfirma Innocent Pictures. Der Oscar-nominierte Regisseur Lars von Trier aus Dänemark produzierte als erster die Heartcore-Pornos, seither gab es eine Reihe erfolgreicher Streifen wie "Constance" (1998) oder "All about Anna" (2005). Porno-Expertin Dr. Rückert sagt: "Das Interesse an qualitativ hochwertiger Pornografie wird weiter steigen und die Frage nach Männer- und Frauenpornografie endgültig ablösen." Das heißt also in Zukunft: Mehr Pornos für Frauen.

Quelle: fitforfun.de
Bild: StregAngela (Flickr)

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