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Saudische Kurz-Ehen ermöglichen vorehelichen Sex

Junge muslimische Pärchen haben es in streng islamischen Ländern wie Saudi Arabien nicht gerade leicht. Der Koran verbietet vorehelichen Sex äußerst strikt. Der Wunsch danach aber lässt sich nicht so einfach verbieten.

Eine neue Variante, dieses strenge Gesetz zu umgehen, macht jetzt seit längerem in der arabischen Welt Konjuktur, die sogenannte „Zeitehe“.

Im Jahre 2006 rechtfertigte die islamische Rechtsgelehrten-Versammlung in Saudi-Arabien diese Form der Kurz-Ehe. Sie erlaubt es nun jungen Paaren, sich für einige Stunden in den zahlreichen neu erstandenen möblierten Apartmenthäusern einzuquartieren. Dies war sonst nur mit vorhandenem Familienausweis möglich.

Geschlossen wird die Zeit-Ehe durch den "Misyar-Vertrag", ein Dokument über eine zeitlich begrenzte Ehe. Die Rechtsgelehrten Saudi-Arabiens wollten mit dieser Möglichkeit eigentlich nur auf die stark gesunkenen Eheschließungen reagieren.

Immens hohe Kosten für Brautpreise konnten sich immer weniger junge muslimische Männer leisten. Was aber eigentlich nur als Erleichterung von Eheschließungen gedacht sein sollte, entwickelt sich nun mehr und mehr zur Legitimation von reinen Lust-Beziehungen.

Gerade für wohlhabende saudische Männer ist nun eine willkommene Möglichkeit gefunden, Affären und Bordellbesuche mit dem Koran in Eintracht zu bringen. Besonders leiden darunter die Frauen. Denn Männern ist es weiterhin gestattet, neben ihrer regulären Frau noch weitere drei "temporäre" Beziehungen zu pflegen.

Quelle: Welt-Online
Bild: Luis Cerezo (Flickr)

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