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Vom digitalen Flirt zur Beziehung

Das Flirten im digitalen Zeitalter will gelernt sein. Mit der Fülle an Technologien von SMS, über E-Mail bishin zu Chats, Skype oder MSN kommt auch eine Fülle an möglichen Fehlern bzw. Dingen, die es zu beachten gilt. Grund genug für einige Experten mal ein paar Regeln für das digitale Flirten aufzustellen.

Es sind nämlich immer wieder dieselben Fehler, die aus einem Date oder einem Flirt dann nur noch eine Lachnummer machen oder alle Ambitionen einer potentiellen Beziehung in nur 160 Zeichen begraben. Besonders die Geschwindigkeit dieser Kommunikation hat zugenommen. Während man sich früher lieber mal etwas Zeit ließ mit einer Botschaft und der Inhalt dann eher zurückhaltend war, so tauschen Männer und Frauen nach Dates heute schon auf dem Nachhauseweg recht direkte Botschaften aus. Benimmtrainer Jan Schaumann aus Berlin findet: "Diese Geschwindigkeit nimmt ein bisschen die Spannung."

Die Spannung baut sich tatsächlich ganz anders auf, als es einst der Fall war. Dennoch sollte man es nicht übertreiben nach dem Kennenlernen und die andere Person direkt mit Nachrichten bombadieren. "Eine kurze Nachricht: 'Komm gut nach Hause' ist okay, aber nicht mehr", meint Flirtberaterin Nina Deißler aus Hamburg. Auf der anderen Seite sollten kurz und knapp gehaltene Botschaften auch nicht die künftige Beziehung bestimmen. Paarberaterin Felicitas Heyne sagt, dass komplizierte Emotionen eben nicht immer ausreichend Ausdruck finden in flüchtig getippten Nachrichten. Da kommt es auf den Subtext und Interpretation an, "Mitunter hat der andere gar nicht so viel Hirnschmalz reingesteck", meint Heyne. Bevor man also wild herumtextet, muss man erst einmal festgestellt haben, was für ein Verständnis die andere Person für solche Texte mitbringt.

Die digitalen Flirtexperten haben einige Regeln aufgestellt, die auf jeden Fall gelten sollten. Noch immer soll z.B. die Frau vom Mann erobert werden, erste Nachrichten sollten also von ihm kommen. Außerdem sollte man nicht den Fehler begehen, durch knifflige Internetrecherche schon zu viel über die andere Person in Erfahrung zu bringen. "Klar kann man den anderen vor dem ersten Date mal googeln - auch wenn das vielleicht ein wenig die Spannung nimmt und möglicherweise ein völlig falsches Bild vermittelt", sagt Jan Schaumann, darüberhinaus sollte aber das echte Kennenlernen praktiziert werden. Außerdem sollte man immer mit Geduld an die Sache gehen, z.B. nicht erwarten, dass auf eine E-Mail oder eine SMS die prompte Antwort folgt. Stilberaterin Susanne Helbach-Grosser weiß: "Gerade Männer lesen die SMS, freuen sich auch, aber legen das Handy dann wieder zur Seite."

Was kann man also festhalten? Weniger ist manchmal mehr und trotz der rasend schnellen Kommunikation heute sollte man sich die Zeit nehmen, mit der man auch an die Beziehung selbst geht. Beachtet man dies und jenes in SMS, E-Mail und Co., dann wird vielleicht ja sogar mehr aus dem digitalen Flirt.

Quelle: Welt Online
Bild: Men´s Interest

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