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Wissenschaftler fordern Änderung der Größenangaben bei Kondomen

Weil Männer sich in Bezug auf ihren kleinen Freund überschätzen, fordern jetzt US-Wissenschaftler die Größenangaben bei Kondomen zu ändern. Anscheinend kauft sich der Großteil der Männer Präservative grundsätzlich zu groß, mit verheerenden Folgen hinsichtlich des Schutzes, denn die Gummis rutschen, reißen oder werden einfach abgestreift, weil sie stören.

Zu diesem Ergebnis kam eine Studie von Wissenschaftlern um Bill Yarber und Richard Crosby vom Kinsey Institut for Research in Sex herum. Es wurden 436 Männer im Alter zwischen 18 und 67 Jahren befragt, die in den drei Monaten vor der Befragung während des Geschlechtsverkehrs Kondome genutzt haben.

Dabei gaben 45 Prozent der Befragten an, dass die Kondome nicht gepasst hätten. Das Kondom hätte sowohl das eigene sexuelle Empfinden, aber auch das der Partnerin beeinträchtigt. Die Forscher gehen davon, dass die Männer ihre Kondome einfach zu groß gekauft haben, weil die eigene Wahrnehmung durch pornographische Bilder und Filme verzerrt wäre.

Deshalb fordern die Wissenschaftler Größenangaben wie 'groß', 'mittel' oder 'extraklein' komplett wegzulassen und Kondome schon aber der kleinsten Größe mit 'large' zu bezeichnen. Auf diesem Wege würde Mann sich leichter dazu hinreißen lassen, Kondome zu kaufen, die ihnen auch passen.

Die Forderung der Wissenschaftler, die ihre Studie in der Fachzeitschrift 'Sexually Transmitted Infections' veröffentlicht haben, ist durchaus ernst gemeint und soll vor noch mehr ungewollten Schwangerschaften und der Übertragung von Geschlechtskrankheiten schützen. Ob sich allerdings die Kondomhersteller auf die Forderung einlassen, die Größenangaben auf Kondompackungen zu ändern, ist eher unwarscheinlich

Bild:Warren Rohner (Flickr), Courtney Walker (Flickr)

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